Energieeffizientes Bauen - Moderne Energiesparkonzepte im Überblick
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Erneuerbare Energien Generell gilt eine gut gedämmte Gebäudehülle hat Vorrang vor dem kostenintensiven Einsatz von Heizungs- und Lüftungssystemen die regenerative Energien nutzen. Unabhängig von der verwendeten Heizenergie führt eine gut gedämmte Gebäudehülle generell zu einem niedrigen Energieverbrauch und damit zu niedrigeren Heizkosten. Diese Betrachtung geschieht vor dem Hintergrund eines allgemeinen Preisanstieges für Brennstoffe und Heizenergien. Unabhängig ob Sie Gas, Holz oder Wärmepumpenstrom zur Heizung verwenden die Kosten hierfür werden in Zukunft weiter steigen. Je geringer der Heizwärmebedarf eines Hauses ausfällt umso kleiner kann auch die Heizungsanlage dimensioniert werden. Dies spart ebenfalls Investitionskosten. Außenwand Die Außenwand ist mit Sicherheit die flächenmäßig größte Komponente in der Gebäudeaußenhülle. Auf eine besonders gute Dämmung sollte hier geachtet werden Der Vorteil liegt hier beim Holzständerbau bei einer Wandstärke von 30cm liegt der U-Wert für eine Wand bei ca. 0,15W/m²K. Eine massive Wand kann diese Werte bei gleichbleibender Wandstärke wenn überhaupt nur mit Hilfe eines Wärmedämmverbundsystemes erreichen. Im klassischen Ziegelbau ohne zusätzliche Dämmsysteme können Ziegel mit Dämmfüllung wie der Poroton T8 oder der Unipor Coriso gute Werte erreichen. Generell ist im Massivbau mit größeren Außenwandstärken zu rechnen. Dies kann bei vorgegebenen Baufenstern durchaus auch zu geringeren Nutzflächen im Haus führen. Dachschräge Bei einen übliche anderthalbgeschossigen Haus werden üblicherweise die Dachschrägen bis in den Deckenbereich des Dachgeschosses sowie die Decke des Dachgeschosses gedämmt. Der Spitzboden bleibt sofern keine Nutzung vorgesehen ist ungedämmt. Im Regelfall wird eine Wärmedämmung zwischen den Sparren angebracht. Durch Vergrößerung der Sparrenhöhe oder einer verbesserten Wärmeleitgruppe der Wärmedämmung kann hier die Dämmleistung verbessert werden. Für erhöhte Dämmanforderungen kann alternativ auch eine Untersparrendämmung oder eine Aufsparrendämmung vorgesehen werden. Eine Aufsparrendämmung ist auch dann erforderlich wenn ein Sichtdachstuhl gewünscht wird. Bodenplatte Hier sollte unserer Meinung nach zwischen Häusern mit Bodenplatte und Häusern mit Keller differenziert werden. Fenster Betrachtet man einen Energiebedarfsausweis zählen die Fensteröffnungen zu den Bauteilen eines Hauses die anteilig die größten Energieverluste aufweisen. Insofern ist der Einbau von Fenstern mit guten Dämmwerten zu empfehlen. Fußbodenheizung Hier wird das Heizsystem in Form von Warmwasser führenden Heizrohren in den Fußbodenaufbau verlegt. Die niedrigen Vorlauftemperaturen der Fußbodenheizung sorgen für behagliche Strahlungswärme, ohne zu einer Überhitzung im Bodenbereich zu führen. Heizkörper sind bei diesem System wenn, dann nur noch im Bad als Handtuchheizkörper notwendig. Hinzu kommt noch, daß sich bei einer Fußbodenheizung Wohlbefinden bereits bei ca. zwei Grad unter der Raumtemperatur einer Heizkörperheizung einstellt. Dies kann ebenfalls die Heizkosten reduzieren. Solarthermie Auf dem Dach montierte Solarkollektoren erzeugen Wärmeenergie. Diese kann entweder zur Brauchwassererzeugung oder zur Heizungsunterstützung eingesetzt werden Für die Brauchwassererzeugung halten wir den Einsatz von Solarthermie durchaus für eine sinnvolle Ergänzung, da in der wärmeren Jahreszeit dann bspw. die Gasbrennwerttherme oder auch Wärmepumpe nicht betrieben werden muß.
Photovoltaik Photovoltaik beschreibt die direkte Umwandlung von Sonnenenergie in elektrische Energie mittels Solarzellen. Diese wird durch die Bundesregierung gefördert. Wir halten die Photovoltaik größeren Dachflächen ohne Aufbauten und mit der passenden Ausrichtung durchaus für eine Option. Dies ist immer abhängig von den Gestellungskosten und den jeweiligen Fördersätzen. In den letzen Jahren sind sowohl die Kosten für Solaranlagen als auch die Fördersätze zurückgegangen.
Be- und Entlüftung Die klassische Fensterlüftung ist bei gut gedämmten Häusern für die anteilig größten Energieverluste verantwortlich. Diese Energieverluste können 50% und mehr betragen. Das bedeutet Sie verlieren Ihre Heizenergie nicht mehr zum Großteil über Ihre Gebäudehülle sondern Sie geht Ihnen über die ganz normale Lüftung verloren. Eine Be- und Entlüftung mit integrierter Wärmerückgewinnung ist daher vor allem für Effizienzhäuser eine ersthafte Option. Sämtliche Wohnräume im Haus werden dabei über eine Belüftungsanlage mit Frischluft versorgt. Dieses wird in der Regel zentral eingeführt, gefiltert und erwärmt und dann in die jeweiligen Räume eingeblasen, die Abluft wird abgeführt. Die Erwärmung geschieht dabei über einen Wärmetauscher der der Abluft die Wärme entzieht und damit die Frischluft erwärmt. Pelletsheizung Pellets bestehen aus gepreßtem Sägemehl und Sägespänen. Diese Materialien fallen bei holzverarbeitenden Betrieben als Abfälle an. Die Herstellung der Pellet unterliegt einer normierten industriellen Fertigung, wodurch sich ein hoher Automatisierungsgrad beim Betrieb der Heizungsanlagen erreichen läßt. Pelletsheizungen benötigen neben der Fläche für den Heizkessel noch eine Stellfläche für ein Silo man kann daher durchaus mit einem Flächenbedarf wie bei einer klassischen Ölzentralheizung rechnen. Beliebt sind auch Pelletsöfen die direkt in Wohnräume aufgestellt werden. Mittels an den Öfen angebrachten Speichern für Pellets können hier Vorräte für mehrere Tage im voraus eingebracht werden. Auch hier muß eine Möglichkeit zur Lagerung der Pelletvorräte vorgesehen werden Besonders gut geeignet für Effizienzhaus 55 auch in Verbindung mit einer solarthermischen Anlage zur Brauchwassererzeugung. Wärmepumpen Wärmepumpen funktionieren nach folgendem System sie entziehen der Umwelt Wärmeenergie um diese nach dem Prinzip des umgekehrten Kühlschrankes auf ein höheres Temperaturniveau zu heben. Es gibt mehrere Möglichkeiten welchem Umweltmedium die Energie entzogen werden kann: - Außenluft diese wird über einen Ventilator zum Wärmetauscher geführt und erwärmt dort das Kältemittel. - Grundwasser durch Brunnen das Grundwasser gibt Wärme an den Wärmetauscher ab, dazu wird es in die Wärmepumpe gepumpt aus dem Schöpfbrunnen und dann in den Schluckbrunnen zurückgeführt. - Erdreich - mittels Absorbermatten oder mittels Erdsonden wird dem Erdreich die Wärme entzogen. Es handelt sich hier in der Regel um gespeicherte Sonnenenergie. Jedes der hier dargelegten Systeme hat seine Stärken und Schwächen. Wärmepumpen werden elektrisch betrieben, daher muß ein unterschiedlich hoher Anteil an elektrischer Energie zum Betrieb zugeführt werden.
Pufferspeicher Ein Pufferspeicher ist ein Wärmespeicher der dazu dient vor allem überschüssige Energie zwischenzuspeichern und bei Bedarf abzugeben. Das ist besonders bei Wärmeerzeugern wie Solaranlagen geboten. Hier fallen der Zeitraum des Wärmebedarfes und der der Wärmeerzeugung nicht unbedingt zusammen. Die Wärmeenergie für das Warmwasser kann dann beispielsweise über einen im Pufferspeicher integrierten Wärmetauscher an das Brauchwassersystem übergeben werden. |
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